F1-Medien-Tipps für die Saison 2026
Mit dem Start des radikal neuen Motoren- und Aerodynamik-Reglements für 2026 haben internationale Medien ihre Prognosen für die anstehende Saison abgegeben. Alles deutet auf eines der engsten und unberechenbarsten Starterfelder seit Jahren hin.
Silberpfeile gegen die Scuderia
Nach den Wintertestfahrten sieht der Paddock-Konsens Mercedes als klaren Favoriten auf den Konstrukteurstitel. Bei Formula1.com waren sich Journalisten und Moderatoren einig, dass das Team aus Brackley vorne liegt, und setzen darauf, dass George Russell das dominierende Paket nutzt, um seine erste Fahrer-Weltmeisterschaft zu holen. Im Power-Ranking von The Race landete Mercedes auf Platz eins, begründet mit einem herausragend ausbalancierten Chassis und einer überlegenen Power Unit.
Doch Ferrari ist nicht weit entfernt. Eine Analyse von TSN hebt die starke Schlussphase der Testfahrten hervor, in der Charles Leclerc mit 1:31.992 die schnellste Runde der gesamten Testtage in Bahrain drehte. Experten loben zudem den neu motivierten Lewis Hamilton, der in seinem zweiten Jahr in Maranello voll angreifen dürfte, nachdem die Ground-Effect-Boliden der Vergangenheit angehören.
McLaren-Speed und Red-Bull-Widerstandskraft
Der amtierende Weltmeister Lando Norris und Teamkollege Oscar Piastri wollen McLaren im Titelkampf halten. Auch wenn die Redaktion von PlanetF1 geteilter Meinung über den Gesamtsieger ist und Stimmen auf Leclerc, Russell und Norris entfallen, gilt McLaren weiterhin als die fahrerisch stärkste Paarung im Grid.
Unterdessen steht Red Bull Racing beim Wechsel auf die neuen Red Bull Powertrains-Ford-Motoren unter genauer Beobachtung. Trotz eines holprigen Starts beendete Max Verstappen den Abschlusstest als Fünfter (1:33.109). Fachjournalisten, unter anderem bei The Race, sind sich weitgehend einig: Verstappen besitzt das Ausnahmetalent, auch aus schwierig zu fahrenden Autos das Maximum herauszuholen und im WM-Kampf zu bleiben. Für Rookie Isack Hadjar im zweiten Cockpit werden dagegen deutliche Anlaufschwierigkeiten erwartet.
Mittelfeld-Umbruch, Aston-Martin-Sorgen und neue Teams
Die neuen technischen Regeln mischen das Mittelfeld kräftig auf. Alpine gilt als mögliche Überraschung der Saison. Dank frühzeitiger Entwicklungsausrichtung auf 2026 und der neuen Mercedes-Power-Unit könnten Pierre Gasly und Franco Colapinto das französische Team an die Spitze des Mittelfelds führen. Haas zeigte mit Esteban Ocon und Oliver Bearman ebenfalls solide, zuverlässige Rundenzeiten.
Am Ende des Feldes sieht es für die grünen Boliden düster aus. Ein algorithmisches Modell von GiveMeSport sieht Aston Martin nur auf Gesamtrang 10, und The Race platzierte das Team sogar auf dem letzten Rang. Geplagt von Honda-Motorenproblemen und einem Chassis mit deutlichem Rückstand droht Fernando Alonso und Lance Stroll ein schwerer Saisonstart. Sie dürften sich im direkten Duell mit den Neulingen Audi und Cadillac wiederfinden. Beide Neueinsteiger präsentierten sich bei den Tests erfreulich standfest. Diese Zuverlässigkeit könnte es Routiniers wie Sergio Perez und Valtteri Bottas (Cadillac) sowie Nico Hülkenberg und Rookie Gabriel Bortoleto (Audi) ermöglichen, frühe Punkte einzufahren.
Eine völlig offene Saison voller Überraschungen
Unter den neuen Regeln ist schon das Tippen der Qualifying-Ränge anspruchsvoll. Die Rennen selbst werden noch unberechenbarer: Neue Startprozeduren und aktives Energiemanagement beim Überholen bieten jede Menge Raum für Überraschungen. Experten rechnen in den ersten Saisonrennen mit einer erhöhten Ausfallquote, während Fahrer und Teams das Limit der neuen Boliden ausloten.
Medien-Konsens: Die Vorsaison-Rangliste 2026
Basierend auf den aggregierten Prognosen und Power-Rankings unserer ausgewerteten Medien ergibt sich folgendes Ranking für die 11 Teams und 22 Fahrer:
Aggregierte Prognose der Konstrukteurs-WM:
Mercedes
Ferrari
McLaren
Red Bull Racing
Alpine
Haas
Williams
Racing Bulls
Audi
Aston Martin
Cadillac
Aggregierte Prognose der Fahrer-WM:
George Russell (Mercedes)
Charles Leclerc (Ferrari)
Max Verstappen (Red Bull)
Lando Norris (McLaren)
Lewis Hamilton (Ferrari)
Oscar Piastri (McLaren)
Kimi Antonelli (Mercedes)
Pierre Gasly (Alpine)
Carlos Sainz (Williams)
Esteban Ocon (Haas)
Oliver Bearman (Haas)
Alexander Albon (Williams)
Franco Colapinto (Alpine)
Isack Hadjar (Red Bull)
Liam Lawson (Racing Bulls)
Nico Hülkenberg (Audi)
Gabriel Bortoleto (Audi)
Arvid Lindblad (Racing Bulls)
Fernando Alonso (Aston Martin)
Sergio Perez (Cadillac)
Valtteri Bottas (Cadillac)
Lance Stroll (Aston Martin)
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