Norris sichert sich ersten Monaco-Sieg, neue Boxenstopp-Regel enttäuscht
Lando Norris sicherte sich in Monaco von der Pole-Position einen kontrollierten Sieg vor Charles Leclerc und Oscar Piastri. Die diesjährige Ausgabe des Traditionsrennens war von der neuen Pflicht zu zwei Boxenstopps geprägt, die im Fahrerlager eher für Frust als für Spannung sorgte.
Turbulente Startphase
Beim Erlöschen der Ampeln verbremste sich Norris in Sainte Dévote leicht, hielt jedoch die Innenbahn gegen den heranstürmenden Leclerc. Ein früher Zwischenfall zwischen den Rookies Gabriel Bortoleto und Kimi Antonelli endete mit Bortoletos Einschlag in die Streckenbegrenzung bei Portier und rief das Virtual Safety Car auf den Plan.
Frust im Mittelfeld
Die 2-Stopp-Regel verleitete mehrere Teams dazu, mit einem Fahrer das Feld künstlich einzubremsen, um dem Teamkollegen ein freies Boxenstoppfenster zu verschaffen. Racing Bulls setzte dies mit Liam Lawson perfekt um. Der Unmut über diese Taktik gipfelte in Runde 50, als George Russell hinter dem Williams von Alex Albon absichtlich die Schikane abkürzte und eine Durchfahrtsstrafe in Kauf nahm, nur um vorbeizukommen.
Lewis Hamilton bewies, dass ein klassischer Overcut auf dem Stadtkurs funktionierte, und überholte damit zwei Konkurrenten. Für Alpine endete das Rennen früh, als Pierre Gasly in Runde 9 seinem ehemaligen Teamkollegen Yuki Tsunoda ins Heck fuhr.
Verstappens langes Pokerspiel
Den Kampf um den Sieg bestimmte Max Verstappen, der auf harten Reifen einen extrem langen ersten Stint fuhr. Norris kam nach seinem zweiten Stopp hinter dem Red Bull heraus und fand keinen Weg vorbei, wodurch Leclerc bis auf eine halbe Sekunde herankam. In der vorletzten Runde bog Verstappen schließlich zu seinem Pflichtstopp ab. In freier Fahrt setzte Norris in der Schlussrunde die schnellste Rennrunde und siegte mit drei Sekunden Vorsprung.
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